
Zum jährlichen Gedenken an die Ermordung der Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, reisten auch dieses Jahr zahlreiche Genossinnen und Genossen aus Baden-Württemberg nach Berlin. Zum Programm des Wochenendes gehören die Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung “junge Welt” am Samstag sowie die Demonstration vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde. Besonders eindrucksvoll in diesem Jahr war das starke Auftreten der SDAJ, die rund 500 junge Genossinnen und Genossen für das Wochenende zusammenführte.
Überschattet wurde die Demonstration auch in diesem Jahr von völlig unnötiger Polizeigewalt, die sich insbesondere gegen den palästinensischen Block richtete. Unter dem Deckmantel der Antisemitismus-Resolution, deren schwammige Vorgaben auch von bürgerlichen Organisationen wie Amnesty International scharf kritisiert werden, soll zivilgesellschaftlicher Widerstand mundtot gemacht werden. Leider waren erneut Schwerverletzte durch Polizeigewalt zu beklagen. Diese Auswüchse des reaktionär-militaristischen Staatsumbaus zeigen, wie wichtig auch heute das Gedenken an die Zustände in der Weimarer Republik und die Ermordung von Karl und Rosa sind, da Gewalt gegen Andersdenkende nichts ist, was in der BRD einer fernen Vergangenheit angehört.
